Frankfurt sozial & klimagerecht: Unser Programm 2026 steht
Bezahlbares Wohnen, faire Löhne, bessere Bildung, starker Nahverkehr und Klimaschutz mit Plan: Wir haben unser Kommunalwahlprogramm beschlossen – und laden ein, mitzumachen. Bericht mit Eindrücken vom Parteitag und Grußwort der Dondorf-Besetzer*innen.
Wir haben auf unserem Programmparteitag unser Kommunalwahlprogramm „Keine Profite mit unserem Zuhause!“ beschlossen. Für uns ist klar: Frankfurt soll eine Stadt sein, in der alle gut leben können – mit bezahlbarem Wohnen, guter Arbeit, verlässlicher Bildung, starker Daseinsvorsorge und klimagerechter Entwicklung.
Janine Wissler, unsere Kreisvorsitzende, sagte vor mehr als hundert anwesenden Mitgliedern und Gästen:
„Wir wollen Frankfurt verändern und sozial und klimagerecht umgestalten. Die hohen Mieten sind das drängendste Problem in Frankfurt, die Interessen der Mieter*innen müssen endlich in den Mittelpunkt gerückt werden. Wir wollen konsequent in bezahlbares Wohnen, einen starken ÖPNV und gute Arbeit investieren. Eine gerechte Stadt ist möglich. Unser Ziel ist es, bei der Kommunalwahl in Frankfurt erstmals ein zweistelliges Ergebnis für Die Linke zu erreichen.“
Michael Müller, Vorsitzender unserer Römer-Fraktion, eröffnete den Parteitag mit seinem Grußwort:
„Wir stehen für Umverteilung von oben nach unten. Während die zurecht gescheiterte Stadtregierung in den vergangenen Jahren nur auf Prestigeprojekte wie die Multifunktionshalle setzte, stärken wir den sozialen Zusammenhalt und sorgen für konkrete Entlastung.“
Bewegung zu Gast.
Zu Beginn grüßten Vertreter*innen der Dondorf-Besetzung den Parteitag. Wir haben uns erneut solidarisch erklärt und einstimmig eine Resolution verabschiedet, die das Vorgehen der Goethe-Universität kritisiert und zum Spenden aufruft – 720 Euro kamen noch im Saal zusammen.
Wachsende Partei.
Unsere Mitgliederzahl ist in den vergangenen Monaten kräftig gestiegen – wir zählen inzwischen rund 1.700 Mitglieder in Frankfurt. Viele Neue kommen über Bündnisse, Initiativen und Nachbarschaften zu uns. Wer mitmachen will, ist herzlich willkommen! Kommt gern zu unseren Treffen oder schreibt uns.
Wofür wir stehen - unser Programm:
Wohnungswende statt Mietenwahnsinn.
Wir stellen 300 Mio. Euro jährlich für Ankauf und Förderung von Wohnungen in Aussicht und wollen mindestens 1.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr schaffen. Öffentlicher Boden wird nicht verkauft, sondern per Erbpacht vergeben; zusätzlich planen wir einen Liegenschaftsfonds über 100 Mio. Euro.
Gute Arbeit in Frankfurt.
Als Stadt wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen: Ein „Frankfurt-Zuschlag“ von 300 Euro/Monat für alle städtischen Beschäftigten, schnelle Besetzung offener Stellen und Tariftreue bei Aufträgen – nur an Betriebe mit Tarifvertrag, lückenlos bis in die Subunternehmerkette.
Bildung, die keinen zurücklässt.
Wir setzen auf gebührenfreie Kitas und Horte inklusive Frühstück und Mittagessen, eine Kitabauoffensive, bessere Arbeitsbedingungen für Erzieher*innen und mehr Schulsozialarbeit. Wir bauen Integrierte Gesamtschulen und gebundene Ganztagsschulen aus. Für echte Chancengleichheit sorgen kostenlose Lernmittel, mehr Schulpsychologie und Sprachförderung sowie barrierefreie, hitzerobuste Schulgebäude und sichere Schulwege.
Gesundheit vor Profit.
Wir übernehmen Verantwortung für eine gute, zugängliche Gesundheitsversorgung – unabhängig von Versicherungsstatus, Stadtteil oder Geldbeutel: mit Gesundheitskiosken, Humanitären Sprechstunden, kommunalen MVZ in unterversorgten Vierteln und dem Erhalt des Klinikums Höchst in öffentlicher Hand.
Vorfahrt für Bus und Bahn.
Mobilität ist Teilhabe. Wir wollen Angebot und Infrastruktur ausbauen, Preise senken und die Anbindung aller Stadtteile sichern. Unser Ziel bleibt der Nulltarif durch eine gerechte Finanzierung des ÖPNV.
Frankfurt klimagerecht – klarer Fahrplan statt Stückwerk.
Kern ist die sozial gerechte Wärmewende: Fernwärme ausbauen, Abwärme nutzen und die Mainova am Gemeinwohl ausrichten. Für Rechenzentren gilt: Moratorium, Abwärme-Pflicht, nur erneuerbare Energien. Zusätzlich setzen wir auf eine Solaroffensive (PV auf allen geeigneten Dächern, im Neubau verpflichtend) und machen die Stadt hitzerobust durch Entsiegelung, mehr Stadtnatur und zusätzliche Trinkwasserbrunnen.
Das Programm wurde ohne Gegenstimmen beschlossen.
Unsere Liste für den Römer wählen wir auf dem nächsten Kreisparteitag am 22. November 2025. Lust, dabei zu sein? Komm gern vorbei – Gäste sind ausdrücklich willkommen.

